Empowerment & Teilhabe durch Ehrenamt

Wir vermitteln geflüchtete und migrierte Menschen ins Ehrenamt, um Empowerment und Teilhabe zu stärken.

Wie diese Idee entstand? 2016 haben wir offene Interviews mit Geflüchteten geführt. Viele äußerten Wünsche wie „mal rauskommen aus der Unterkunft“, „die Menschen kennenlernen“, „verstehen, wie Deutschland funktioniert“, „mehr Deutsch sprechen“, “eine sinnvolle Aufgabe finden” und „etwas zurückgeben“. Dafür ist ein Ehrenamt doch wie gemacht!

Sanaa während ihres Ehrenamts im Spielhaus Neuwiedenthal | © Miguel Ferraz

Helfen kann jede*r – Ehrenamt als Schlüssel für eine erfolgreiche Integration

Viele Geflüchtete warten: auf den Start eines Sprachkurses oder die Antwort auf eine Bewerbung, auf die Entscheidung über den Asylantrag oder zur Anerkennung des Berufsabschlusses. Und viele von ihnen möchten diese Zeit sinnvoll nutzen.

Das Ehrenamt steht allen offen: Jede* r kann helfen, unabhängig von Aufenthaltsstatus, Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, politischer Überzeugung oder Geschlecht. Und jede* r bringt etwas mit. In ihrem Engagement können Geflüchtete ihre Fähigkeiten einbringen und erleben sich als selbstwirksam.

Der Perspektivwechsel stärkt: Haben sie einst Hilfe empfangen, sind es nun sie, die helfen. So bringen sie sich ein, gestalten als „Mitmacher* innen“ die Gesellschaft mit und schöpfen Kraft, das Leben hier in der neuen Heimat in die Hand zu nehmen.

Das Projekt MITmacher ist ein tolles Beispiel für ge­lingende Integration: Die Engagierten können eine sinn­stiftende Aufgabe finden und gleichzeitig ihre Sprach­kenntnisse und sozialen Kontakte erweitern. 
Dr. Melanie Leonhard
Dr. Melanie Leonhard

Ehemalige Senatorin für Arbeit, Gesundheit,
Soziales, Familie und Integration
Foto: © Daniel Reinhardt

Helfen hilft

Ziel ist, dass unsere Mitmacher*innen sich im Ehrenamt persönlich weiterentwickeln. Bei MITmacher bedeutet ein Ehrenamt: etwas Gutes tun und dabei das Deutsch verbessern; Spaß haben und dabei Arbeitserfahrungen sammeln; Kontakte knüpfen und dabei die Kultur kennenlernen; eigene Fähigkeiten einsetzen und dabei Neues lernen; einen Beitrag für das große Ganze leisten und dabei ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln.

78%

bewerten die Kommunikation mit den Einrichtungen, in denen sie tätig sind, als positiv

96%

erfahren in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Wertschätzung

86%

bewerten ihr Gefühl der Teilhabe im Ehrenamt positiv

90%

berichten, dass sich ihre Sprachanwendung im Ehrenamt verbessert hat

86%

erleben eine Verbesserung des Empowerment-Gefühls durch ihre Aktivität als Mitmacher

78%

erleben Selbstwirksamkeit in der Ausübung ihres Ehrenamts

Quelle: Ergebnisse eines studentischen Forschungsprojektes der Universität Hamburg 2019/2020

Darüber reden kann ja jede*r! Mitmachen auch.

Wir freuen uns, von dir zu hören. Egal ob als Ehrenamtliche*r, als Einsatzstelle oder als Spender*in – hier erhältst du alle Informationen, die du brauchst.